Hannover - Die Regierungschefs der fünf norddeutschen Länder prangern Missbrauch bei Werkverträgen an. „Vertragskonstruktionen zulasten von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen müssen verhindert werden“, stellte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Rande der Hannover Messe in einer gemeinsamen Erklärung fest. Die Länderchefs fordern deshalb den Bund auf, die Kontrollen des Zolls gegen Schwarzarbeit zu verstärken und dafür mehr Personal bereitzustellen.
Zugleich appellieren die Länder an die Bundesregierung, die dramatisch gestiegenen Kosten für Flüchtlinge zu übernehmen, beispielsweise für Betreuung, Unterbringung, Gesundheit, Dolmetscher sowie Integration und Sprachförderung. Die Zahl der Erstanträge auf Asyl stieg in den vergangenen drei Monaten um fast 128 Prozent.
