Hannover - Mit insgesamt 150 000 Euro will das Land Niedersachsen regionale Initiativen gegen Kinderarmut fördern. Von April bis Juni dieses Jahres könnten sich Vereine, Verbände und Einrichtungen für das Wohl benachteiligter Kinder einsetzen, sagte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Freitag in Hannover.
Im Bundesland Niedersachsen sei laut aktueller Statistik etwa jedes fünfte Kind von Armut betroffen oder bedroht – die Quote für Kinder unter 18 Jahren lag vor zwei Jahren bei 20,3 Prozent.
„Auf den Kindern in unserer Gesellschaft muss ein besonderes Augenmerk liegen“, unterstrich Ministerin Rundt in ihrer Rede. Sie seien schließlich unsere Zukunft. Und sie könnten sich am wenigsten gegen ihre Situation wehren.
Bei den so genannten „Regionalen Mitmachtagen“ gegen Armut und soziale Ausgrenzung sollen Akteure in Städten, Gemeinden oder Stadtteilen Bündnisse gegen Kinderarmut gründen oder ausbauen. Sie könnten etwa die Bildung, Gesundheit oder Kreativität der Kinder fördern und dabei mit Schulen oder Kindergärten zusammenarbeiten.
Jede regionale Initiative kann auf Antrag bis zu 2000 Euro vom Land erhalten.
