Hannover - Niedersachsen hat im vergangenen Jahr sechs Millionen Euro mehr aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder aus armen Familien verteilt, als vom Bund an Geld zugeteilt wurde. Insgesamt gab das Land somit 52 Millionen Euro für kostenlose Mittagessen, Schulausflüge oder Nachhilfe aus. Dies berichtete der Radiosender NDR Info nach einer Umfrage unter allen Bundesländern. Auch Bremen gab mit 14,1 Millionen Euro eine Million mehr aus als veranschlagt.

Die meisten anderen Bundesländer gaben ebenfalls mehr Geld aus als ihnen zugeteilt wurde. Insgesamt verwendeten die Länder 483 Millionen Euro und damit 40 Millionen mehr als veranschlagt. Grund ist, dass 2013 deutlich mehr Eltern für ihre Kinder Leistungen beantragten als noch im Vorjahr. Im Jahr 2012 ließen die Länder dem Bericht zufolge noch rund 40 Prozent der Gelder verfallen.