LEER/HANNOVER - LEER/HANNOVER/DRU - Die ohnehin umstrittene Krähentötung im Landkreis Leer wird offenbar fortgesetzt, obwohl die behördliche Genehmigung zum Fang der Tiere Ende März erloschen ist. Nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu in Hannover sind zehn Prozent der aufgestellten Krähenfallen nach wie vor im Einsatz. So sei gestern u.a. in der Gemeinde Westoverledigen ein „Nordischer Krähenfang“ mit Rabenkrähen als Lockvögeln entdeckt worden. Nabu-Landesvorsitzender Hans-Jörg Helm zeigte sich „entsetzt über den fortgesetzten ungenehmigten Vogelmord“.

Bei dem vom Landwirtschaftsministerium finanziell geförderten Projekt soll unter Federführung des Instituts für Wildtierforschung in Hannover herausgefunden werden, ob sich durch eine Verringerung der Rabenvögel die Population gefährdeter Wiesenvögel besser schützen lässt. Die gefangenen Tiere werden mit einem Schlag auf den Kopf getötet. Bisher sind rund 5500 Rabenvögel erschlagen worden. Als „Beifang“ sind 200 geschützte und gefährdete Vogelarten in die Fallen geraten; diese Vögel sind allerdings wieder frei gelassen worden.

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www.nabu-niedersachsen.de