LEER/OLDENBURG - LEER/OLDENBURG/SR - Die Sozialdemokraten im Bezirk Weser-Ems wollen nach Auskunft von Bezirkschef Garrelt Duin (Hinte) im Vorfeld der vorgezogenen Bundestagswahl einen „roten Wahlkampf" führen. Man sei kampfbereit und optimistisch. „Wir rechnen damit, dass wir wieder neun Männer und Frauen aus Weser-Ems im neuen Bundestag haben", sagte Duin am Sonnabend nach einer Bezirksvorstandssitzung. Die heiße Phase des Wahlkampfs will die SPD am Ende der Sommerferien einläuten. Auf Urlaub müssen ihre Spitzenleute in diesem Sommer wohl verzichten.

Atomenergie und Windenergie werden das Hauptthema in diesem Wahlkampf sein. „Wir wollen den Leuten klar machen, was eine Rückkehr zur Atomenergie und eine schlechtere Förderung der Windenergie bei einem Machtwechsel für die Region bedeuten würde", sagte Bezirksvorstandsmitglied Hans-Dieter Haase (Emden).

17 Neueintritte und keinen einzigen Austritt mehr verzeichnete der SPD-Bezirk nach der Ankündigung Schröders, die Bundestagswahlen vorzuziehen. Der Austritt Oskar Lafontaines aus der SPD habe keine Reaktionen hervorgerufen, sagte Duin.

Beeindruckt zeigte sich der Parteivorstand von den Erfahrungen des Landkreises Leer mit dem Optionsmodell bei der Umsetzung von Hartz IV . Leer gehört zu jenen Landkreisen, die die Betreuung von Langzeitarbeitslosen im Zuge der Reform vollständig übernommen haben. Auf sich aufmerksam machte der Landkreis durch die Anstellung von 50 deutschen Arbeitslosen als Erntehelfer; wobei der Landkreis Lohnzuschüsse zahlt. Leer gilt als Modellfall in Niedersachsen. Der Landkreis wurde bereits vom Bundeswirtschaftsministerium nach Berlin eingeladen, um dort von seinen Erfahrungen zu berichten.