Zum „Freyfischer“ von Steinhude ist in diesem Jahr Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) ernannt worden. Zu den Verpflichtungen, die daraus erwachsen, gehörte in dieser Woche der traditionelle Fischzug auf dem Steinhuder Meer. Lindemann musste zusammen mit Fischer Detlef Hodann mit dem Boot auf den See hinausfahren und vier Reusen leeren. Trotz aller Unkenrufe von Freunden im Vorfeld, dass ein Jäger nicht automatisch auch ein guter Fischer sei, zeigte sich der Minister mit der Ausbeute zufrieden: Aale, Rotfedern, Brassen, Schleien und Flusskrebse fanden sich in der Reuse. Mutmaßungen von Journalisten, man habe für den Gast ein bisschen nachgeholfen, erteilte Fischer Hodann umgehend eine Absage: „Eine eigens für den Minister gefüllte Reuse war nicht dabei.“

Ein ungewöhnliches Ende nahm die Sommertour der Linken in Ostfriesland für Fraktionschef Hans-Henning Adler (Oldenburg). In Aurich parkte Adler sein Auto in der Tiefgarage. Als er abends zurück nach Oldenburg wollte, stand der Linken-Politiker vor verschlossenen Türen. Das Parkhaus hatte um 20 Uhr dicht gemacht. Adler blieb nichts anderes übrig, als in einem örtlichen Hotel zu übernachten. „Aurich ist schön, aber diese Nacht hätte ich mir dort trotzdem gerne erspart“, murrte der Fraktionschef.

Seinen Augen traute CDU-Fraktionssprecher Eike Frenzel kaum, als jetzt die aktuelle Ausgabe eines südniedersächsischen Regionalmagazins ins Haus flatterte. Diese war adressiert an „Herrn Bundespräsident Björn Thümler“. Der Fraktionschef aus Berne, der zurzeit im Allgäu urlaubt, weiß noch nichts von der unerwarteten Ehre. Das Magazin wird aber sicher bei Thümler einen Ehrenplatz bekommen.