Hannover - Die Linke im niedersächsischen Landtag will der Klosterkammer per Gesetz demokratischere Strukturen verordnen. Die Landesbehörde, die ehemals kirchlichen Besitz verwaltet, unterstehe kaum einer Kontrolle, sagte der Fraktionsvorsitzende Hans-Henning Adler (Oldenburg) am Mittwoch in Hannover. Ihr Präsident Hans-Christian Biallas führe sie „wie ein Feudalherr“. Die Klosterkammer wies die Vorwürfe zurück. So werde etwa der Haushalt durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur genehmigt, so Kammerdirektor Andreas Hesse.

Die Kritik der Linken entzündet sich vor allem am Umgang mit den Erbpacht-Nehmern. Die Klosterkammer lege ihnen zu hohe Zinsen auf, sagte Adler. Die Partei will die Macht des Präsidenten eingrenzen, indem sie ihn einem Stiftungsrat unterstellt.