Hannover - Die Menschen in Niedersachsen treten wieder verstärkt in politische Parteien ein. „Insgesamt stellen wir einen erhöhten Grad der Politisierung und des Interesses an den politischen Entwicklungen fest“, sagte SPD-Generalsekretär Detlef Tanke. Vor allem die AfD gewann in diesem Jahr deutlich dazu. Die Grünen in Niedersachsen hatten Ende November so viele Mitglieder wie nie zuvor, und auch die FDP freut sich darüber, dass es bei ihr aufwärts geht.
CDU und SPD verzeichneten unter dem Strich zwar ein Minus zwischen 0,5 und 1,3 Prozent, bewerten ihre Entwicklung aber als stabil. Unter anderem die Kommunalwahlen im September hätten viele Menschen zum Eintritt in eine Partei bewogen, hieß es von CDU und Grünen. Auch das Erstarken von rechtspopulistischen Tendenzen in Deutschland war für Menschen in Niedersachsen ein Grund, bei SPD, Grünen oder FDP Mitglied zu werden.
Stärkste Partei in Niedersachsen bleibt die CDU. Sie hatte nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen Ende August 61 078 Mitglieder, das waren 321 weniger als ein Jahr zuvor. 2249 traten aus oder wurden aus Altersgründen abgemeldet.
