Osnabrück - Der offene Vollzug hat nach Ansicht von Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) eine wichtige Bedeutung für den Opferschutz. Er biete den Häftlingen die Möglichkeit, sich sozial zu erproben und verringere die Gefahr, erneut straffällig zu werden. „Hier haben sie die Möglichkeit, ähnlich zu leben wie nachher in der Zeit, wenn sie entlassen sind“, sagte die Ministerin am Freitag bei einem Besuch in der Freigängerabteilung in Osnabrück.
Dort bereiten sich 37 Gefangene auf ihre Haftentlassung vor, indem sie tagsüber einer Beschäftigung nachgehen. Zwar sei nicht jeder Häftling dafür geeignet, räumte Niewisch-Lennartz ein. Allerdings wolle die Landesregierung dafür sorgen, dass möglichst oft der offene Vollzug praktiziert werde.
