Leer - Olivgrüne Zelte stehen mitten in der Frühlingssonne, Soldaten schieben Paletten mit Medikamenten und Krankenstühlen durch die Lagerhalle. Im ostfriesischen Leer übt die Bundeswehr letzte Handgriffe für ihre nächste Mission im westafrikanischen Mali.
„Das wird ein heißer Einsatz“, sagt Generalarzt Michael Tempel vom Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (SES) „Ostfriesland“. Mit Kampfhandlungen rechnet der Kommandeur jedoch nicht: „Unser Hauptfeind sind die äußeren Umstände: Hitze und tropische Krankheiten“, stellt er klar.
In den nächsten Wochen soll seine multinationale Einheit einsatzbereit sein und noch im März in das Krisenland fliegen. Der Bundestag hatte vergangene Woche das Mandat für diese EU-Trainingsmission erteilt. Fernab des Kampfgebietes wollen 40 Sanitäter aus Deutschland, 6 aus Österreich und 3 aus Ungarn ein Feldlazarett aufbauen. Es liegt in der Kleinstadt Koulikoro, knapp 60 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt, und wird von französischen Truppen gesichert.
Gefährdung gering
„Die Gefährdung ist dort nicht sonderlich hoch“, versichert auch Oberstabsarzt Ralf Hoffmann, der noch vor kurzem die Lage in Mali erkundet hat. Die EU-Sanitäter, darunter etwa ein Viertel Frauen, werden in einer Kaserne der malischen Armee untergebracht.
Sie sollen die eigenen Truppen unterstützen und die malische Armee ausbilden. Die Mission ist zunächst auf ein Jahr angelegt. „In der Zeit können wir rund 4000 malische Soldaten zu Ersthelfern ausbilden“, beschreibt Hoffmann das Ziel.
Herzstück der rund 170 Tonnen umfassenden Ausrüstung ist das Feldlazarett vom Typ „Luftlanderettungszentrum, leicht“ mit den Funktionen eines kleinen Kreiskrankenhauses. In den aufblasbaren und klimatisierten Zelten können Patienten operiert und gepflegt werden, Röntgen- und Laborgeräte gehören ebenso dazu wie die Technik zur Sterilisation und zur Zahnbehandlung.
„Das wird kein Urlaub, ist aber auch nicht mit Afghanistan vergleichbar“, unterstreicht Tempel mögliche Gefahren. „Ich gehe davon aus, dass wir da willkommen sind.“
Truppe ist erfahren
„Viele Soldaten haben bereits längere Auslandseinsätze hinter sich“, verweist Hoffmann auf die Erfahrungen der Truppe. Er selbst hat drei Missionen in Afghanistan absolviert und sorgt sich jetzt eher wegen Hitze, Malaria und Hepatitis. „Jede bösartige Mücke, jede tropische Krankheit lauert dort auf uns.“
Eine Soldatin, die ungenannt bleiben möchte, sieht dem Einsatz relativ gelassen entgegen. „Ich fühle mich fit genug und bin gut ausgebildet. Und ich bin Krankenschwester geworden, um zu helfen. Da ist es egal, wo ich das tue.“
Leer - Olivgrüne Zelte stehen mitten in der Frühlingssonne, Soldaten schieben Paletten mit Medikamenten und Krankenstühlen durch die Lagerhalle. Im ostfriesischen Leer übt die Bundeswehr letzte Handgriffe für ihre nächste Mission im westafrikanischen Mali.
„Das wird ein heißer Einsatz“, sagt Generalarzt Michael Tempel vom Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (SES) „Ostfriesland“. Mit Kampfhandlungen rechnet der Kommandeur jedoch nicht: „Unser Hauptfeind sind die äußeren Umstände: Hitze und tropische Krankheiten“, stellt er klar.
In den nächsten Wochen soll seine multinationale Einheit einsatzbereit sein und noch im März in das Krisenland fliegen. Der Bundestag hatte vergangene Woche das Mandat für diese EU-Trainingsmission erteilt. Fernab des Kampfgebietes wollen 40 Sanitäter aus Deutschland, 6 aus Österreich und 3 aus Ungarn ein Feldlazarett aufbauen. Es liegt in der Kleinstadt Koulikoro, knapp 60 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt, und wird von französischen Truppen gesichert.
Gefährdung gering
„Die Gefährdung ist dort nicht sonderlich hoch“, versichert auch Oberstabsarzt Ralf Hoffmann, der noch vor kurzem die Lage in Mali erkundet hat. Die EU-Sanitäter, darunter etwa ein Viertel Frauen, werden in einer Kaserne der malischen Armee untergebracht.
Sie sollen die eigenen Truppen unterstützen und die malische Armee ausbilden. Die Mission ist zunächst auf ein Jahr angelegt. „In der Zeit können wir rund 4000 malische Soldaten zu Ersthelfern ausbilden“, beschreibt Hoffmann das Ziel.
Herzstück der rund 170 Tonnen umfassenden Ausrüstung ist das Feldlazarett vom Typ „Luftlanderettungszentrum, leicht“ mit den Funktionen eines kleinen Kreiskrankenhauses. In den aufblasbaren und klimatisierten Zelten können Patienten operiert und gepflegt werden, Röntgen- und Laborgeräte gehören ebenso dazu wie die Technik zur Sterilisation und zur Zahnbehandlung.
„Das wird kein Urlaub, ist aber auch nicht mit Afghanistan vergleichbar“, unterstreicht Tempel mögliche Gefahren. „Ich gehe davon aus, dass wir da willkommen sind.“
Truppe ist erfahren
„Viele Soldaten haben bereits längere Auslandseinsätze hinter sich“, verweist Hoffmann auf die Erfahrungen der Truppe. Er selbst hat drei Missionen in Afghanistan absolviert und sorgt sich jetzt eher wegen Hitze, Malaria und Hepatitis. „Jede bösartige Mücke, jede tropische Krankheit lauert dort auf uns.“
Eine Soldatin, die ungenannt bleiben möchte, sieht dem Einsatz relativ gelassen entgegen. „Ich fühle mich fit genug und bin gut ausgebildet. Und ich bin Krankenschwester geworden, um zu helfen. Da ist es egal, wo ich das tue.“
