Im Nordwesten - Die Ergebnisse für die Polizeidirektion Oldenburg sind da: 1476 Autofahrer waren zu schnell unterwegs. Insgesamt zählten die Beamten 1571 Verkehrsverstöße. 294 fuhren so flott, dass sie mit einem Eintrag in die Flensburger Verkehrssünderdatei rechnen müssen. Auf ein Fahrverbot müssen sich 18 Verkehrsteilnehmer einstellen.

Die Beanstandungsquote liegt damit bei 3,5 Prozent und somit über dem Wert des vorangegangenen Blitzmarathons im Oktober 2013 (2,36 Prozent). Polizeivizepräsident Dieter Buskohl spricht von einer „erneut niedrigen Bestandsquote“. Die zeige, „dass wir mit solch konzertierten Aktionen auf dem richtigen Weg sind“.

Die Polizeidirektion Oldenburg beteiligte sich mit etwa 220 Mitarbeitern an 150 Messstellen an der länderübergreifenden Aktion. In ganz Niedersachsen waren ab Dienstagmorgen 900 Beamte an 498 Messorten im Einsatz. Auch Nordrhein-Westfalen beteiligte sich an der Aktion. 24 Stunden ging es Rasern an den Kragen und ans Geld.

In Niedersachsen haben Polizisten von Dienstagmorgen bis heute, 6 Uhr, 120.185 Autos, Motorräder, Busse und Lkw kontrolliert. 4.434 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Die 24-Stunden-Aktion zeigte also ihre Wirkung: Die Beanstandungsquote lag laut Innenministerium bei 3,7 Prozent. An vergleichbaren Tagen ohne Ankündigung der Kontrollen liegt diese Quote bei rund 11 Prozent.

Einige außergewöhnliche Fälle gab es auch, wie das Innenministerium veröffentlicht. So ein 24-jähriger Autofahrer, der in einer 70er-Zone außerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit 126 km/h gemessen worden ist. Ein anderer „junger Fahrer“ wurde unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln beim Fahren eines Pkw ertappt.

Besonders eilig hatten es auch einige Pkw-Fahrer auf der B 213 in Cloppenburg-Stapelfeld. Statt den erlaubten 60 km/h fuhren sie 101 km/h oder sogar 109 km/h.

Boris Pistorius, niedersächsischer Innenminister, unterstreicht, dass weniger Tempo auf der Straße gleichbedeutend mit mehr Sicherheit für alle zu sehen ist. „Mit frühzeitiger Ankündigung und Bekanntgabe aller Messorte zeigen wir auf, wann wir was, wo und wie überprüfen. Offener und transparenter geht es nicht“, begegnet der Minister den oft aufkommenden Vorwurf der „Abzocke“.