MUNSTER - MUNSTER/DPA - Mit einem Festakt hat das Heer der Bundeswehr am Dienstag in Munster (Kreis Soltau-Fallingbostel) sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Am 2. Mai 1956 waren dort die ersten zwölf Lehrbataillone aufgestellt worden. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde, betonte während der Feierlichkeiten, im zurückliegenden halben Jahrhundert hätten die Soldaten sämtliche Aufgaben und Einsätze gut gemeistert.
Inzwischen ist das Heer nach Worten des Inspekteurs in militärischen Krisengebieten wie auch in der Katastrophenhilfe erfolgreich aktiv. Dies hätten Einsätze in zahlreichen Erdbebengebieten, bei der Sturmflut in Hamburg 1962 sowie bei der Jahrhundertflut an der Elbe gezeigt. „Zudem sichern mehrere tausend deutsche Soldaten seit Jahren täglich den Frieden auf dem Balkan und in Afghanistan“, erläuterte Budde.
Millionen Deutsche haben seit Gründung des Heeres als Berufs- und Zeitsoldaten sowie als Grundwehrdienstleistende gedient und waren als Helfer bei Naturkatastrophen oder während des Kalten Krieges im Einsatz. „Der Lohn war zweifellos das Ende des Ost-West-Konfliktes und die Deutsche Einheit“, betonte Budde in seiner Festrede vor rund 4000 geladenen Gästen auf dem Truppenübungsplatz Munster.
Zu aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr wollte sich der Inspekteur nicht äußern. Im Rahmen der schnellen Eingreiftruppe der NATO werden in diesem Jahr rund 28 000 Soldaten eingesetzt.
Munster gilt als Geburtsort des Heeres, nachdem hier 1956 die ersten Lehrbataillone aufgestellt worden waren. Fünf Monate später wurde die damals zwölfmonatige Wehrpflicht eingeführt. Ende 1958 waren bereits 100 000 Menschen im militärischen Dienst. Mit dem Mauer-Bau und der Verlängerung der Wehrpflicht auf 18 Monate wuchs das Heer wenig später auf 305 000 Soldaten an.
