Landespolitiker sind offene Menschen, Geheimniskrämerei ist ihnen fremd. Na gut, mit Ausnahme der Infos über Castor-Transporte. Die hütet die Landesregierung wie einen Schatz. Wann rollt er? Wo rollt er? Wie viele Polizisten schützen ihn? Keine Frage, die nicht unbeantwortet bleibt. Wären da nicht der legendäre CDU-Abgeordnete Hans-Christian Biallas und sein kongenialer FDP-Partner Jörg Bode. Die verkündeten per E-Mail die Wohltaten der Koalition für die Polizei und kündigten den Atommüllzug für November gleich mit an. Über soviel Offenheit war man im Hause von Innenminister Uwe Schünemann (CDU) schier sprachlos. Dem ersten, der seine Worte wiederfand, blieb nichts anderes übrig, als das zu bestätigen.

Note eins für Bernd Busemann: 31 Spanier hat der Kultusminister in diesem Schuljahr angeworben. Mit Lehrern, die den richtigen Zungenschlag haben, fällt Niedersachsens Schülern das Pauken der schwierigen Fremdsprache sicher leichter. Note fünf für Bernd Busemann: Er hat leider vergessen, gleich noch ein paar Geographie-Lehrer mitzuordern. Wie nötig die sind, sieht man schon an der Pressemitteilung des CDU-Politikers. Busemann habe die Gastlehrer „aus dem Nachbarland“ persönlich begrüßt, heißt es da. Nichts gegen eine gemeinsame Grenze mit Spanien, aber die Franzosen müssten schon zustimmen.

Wenn ein Schwarzer auf einen Grünen setzt, darf eine Rote Schampus trinken. Im Landtag ist so etwas möglich. Die Göttinger Abgeordneten Gabriele Andretta (SPD) und Harald Noack (CDU) hatten vor der Oberbürgermeisterwahl in ihrer Heimatstadt um eine Flasche des edlen Traubensaftes gewettet. Noack tippte auf den Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel in der Stichwahl, Andretta hielt dagegen. Die Flasche ging an die SPD-Fraktionsvize. Noack darf sich immerhin darüber freuen, dass sein CDU-Kandidat trotz aller Unkenrufe noch im Rennen ist. Der einzige, der bei der Wette letztlich leer ausging, ist Wenzel