NEUENBURG - „De Spieker“, der Heimatbund für niederdeutsche Kultur, hat am Wochenende bei seiner 65. Mitgliederversammlung in Neuenburg eine Resolution verabschiedet, die einen überregionalen Entwurf für ein Zweit-Sprachengesetz im niedersächsischen Landtag zum Inhalt hat. „Diese Initiative des niedersächsischen Heimatbunds fordert ein Plattdeutsch-Gesetz vom Landtag. Deshalb richten wir unsere Resolution an Landtagspräsident Hermann Dinkla“, so Spieker-Baas Erhard Brüchert.

Die Baas-Lü der zehn „Krings“ im Spieker und mehrere Vertreter von Heimat- und Ortsvereinen berichteten über ihre Aktivitäten zur Plattdeutsch- und Heimatpflege in Oldenburg und umzu. Brüchert spricht in diesem Zusammenhang von einer „ungebrochenen Anziehungskraft“ von plattdeutschem Theater, Danzkoppels, „Plattdüütsch in de School“ und im „Kinnergaarn“. Er stellt erfreut fest, dass es „seit einigen Jahren eine Renaissance des Plattdeutschen in Norddeutschland“ gibt und führt dies unter anderem auf eine gewachsene Präsenz in den Medien zurück. Gerade Kinder stünden dem Angebot positiv gegenüber, Plattdeutsch zu lernen.

Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand wurden im Amt bestätigt: Karin Linden (Friedrichsfehn) als 2. Vorsitzende und Rita Gnep als Schriftführerin. Erhard Brüchert (Spieker-Baas) und Reinhard Kropp (Kassenwart) bleiben im Amt. Dem Spieker gehören 80 Orts-und Heimatvereine, 16 Gemeinden und 400 Einzelpersonen an.