NWZ
berichtete). Dafür schaltet sich inzwischen das niedersächsische Wirtschaftsministerium ein. „Wir hoffen und erwarten, dass sich die Unternehmensleitung von R & R Ice Cream konstruktiv mit diesem Alternativkonzept auseinandersetzt“, erklärte Ministeriumssprecher Christian Budde auf Anfrage.„Das Land Niedersachsen unterstützt die Bemühungen der Mitarbeiter“, betont Budde. „Wir setzen deshalb auf einen konstruktiven Dialog mit R & R und stehen außerdem in engem Kontakt mit der Wirtschaftsförderung Wesermarsch.“ Das Ministerium sei bereit, unterstützend tätig zu werden und „Fragen der Unterstützungsmöglichkeit wohlwollend zu prüfen“. Dies ginge aber erst, wenn das Konzept eine Chance auf Umsetzung bekommen würde.
Schließung noch in 2010
Wie berichtet, hat die Konzernspitze von R & R Ice Cream den Mitarbeitern in einer Betriebsversammlung am 7. April überraschend mitgeteilt, dass der Standort Strückhausen zum Ende der Eisproduktionssaison im Herbst oder spätestens zum Ende des Jahres 2010 geschlossen wird. Stattdessen soll nun der Standort Osnabrück des Konzerns ausgebaut werden.
150 Mitarbeiter betroffen
Von der Schließung in Strückhausen wären etwa 150 Mitarbeiter und weitere rund 60 Saisonarbeitskräfte betroffen. Auf der Versammlung wurde den Mitarbeitern angeboten, nach Osnabrück zu wechseln. Aber viele sind mit der Region eng verbunden, deshalb schließen die meisten Betroffenen diese Möglichkeit für sich aus.
Die Nachricht von der Schließung hat die Mitarbeiter zwar überrascht, aber erste Anzeichen ergaben sich schon 2009, als eine geplante Investition kurzerhand nicht getätigt wurde. Deshalb hat sich seit geraumer Zeit die Arbeitsgruppe mit der Erstellung eines Alternativkonzepts zum Werks-Erhalt beschäftigt. Einzelheiten dazu sollen erst mitgeteilt werden, wenn R & R zustimmt.
