OLDENBURG - Der ehemalige Präsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg (1973–1976), Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg (1986–1991) und Präsident des Niedersächsischen Landtags (1990–1998), Horst Milde, ist am Donnerstag mit dem Ehrenring der Oldenburgischen Landschaft ausgezeichnet worden. An der Feierstunde im Alten Oldenburger Landtag nahmen mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, der Hochschulen sowie Freunde und die Familie des 77-Jährigen teil.
„Horst Milde war eine der entscheidenden Persönlichkeiten, die 1975 dazu beigetragen haben, aus der Oldenburg-Stiftung die Oldenburgische Landschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts zu etablieren. Auch die Traditionsklausel in der Niedersächsischen Verfassung, die der Bewahrung der überkommenen Identität der im Land Niedersachsen aufgegangenen Länder Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe dient, ist sehr wesentlich seinem Einsatz zu verdanken“, lobte Landschafts-Präsident Horst-Günter Lucke. Er zollte Milde „Anerkennung und Respekt“.
Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) hielt anschließend die Laudatio auf seinen Vorvorgänger Milde (SPD). Dinkla ließ dabei die „vielen Stationen eines engagierten Lebens“ Revue passieren. „Horst Milde ist ein Glücksfall für das Oldenburger Land, ein Mann mit tiefgreifendem Geschichtsbewusstsein und ein Politiker mit Herz und Verstand“, so Dinkla. Der gebürtige Breslauer Milde habe viel für die Völkerverständigung mit Polen getan und sich stark im Bildungs- und Hochschulbereich engagiert – derzeit für die European Medical School.
„Es ist mir eine große Ehre. Dieser Ring ist für mich sichtbar verbindendes Symbol mit der Oldenburgischen Landschaft“, bedankte sich der 77-Jährige nach der Verleihung. Er appellierte daran, sich für Frieden und Freiheit sowie für den Erhalt von Werten einzusetzen.
Kapellmeister Olaf Wiegmann und Bariton Ivo Berkenbusch vom Oldenburgischen Staatstheater trugen eine eigens für Horst Milde geschriebene Komposition des Oldenburger Komponisten Thomas Schmidt-Kowalski vor, der ebenfalls anwesend war.
