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Corona-News Im Überblick Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Donnerstag

Oldenburg - Laufend erreichen uns neue Nachrichten zur Ausbreitung des Coronavirus. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf dem Stand der Dinge bleiben, fasst unsere Redaktion nun jeden Abend die wichtigsten Nachrichten vom Tage für Sie zusammen.

Das sind die wichtigsten Nachrichten zur Coronavirus-Krise

- In Deutschland sind bis zum Vormittag mehr als 73.900 Infektionen registriert worden. Bundesweit sind mindestens 879 Menschen bislang gestorben. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen (17.200 Fälle, mindestens 197 Tote) und Bayern (17.100/mindestens 241 Tote). Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 132,4 die meisten Infektionen.

- Seit Montag können Länder Bundesmittel in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro abrufen, um Zuschüsse für kleine Firmen und Selbstständige schnell und unbürokratisch auszuzahlen. Doch wegen des großen Ansturms kommt die Auszahlung langsam in Gang. Einer Länderumfrage der Deutschen Presse-Agentur zufolge wurden bis gestern Abend in elf Bundesländern mehr als 374.000 Anträge bewilligt. Rund 1,3 Milliarden Euro flossen demnach bereits an in Existenznot geratene Unternehmen.

- Die Bundeswehr will von diesem Freitag an 15.000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereithalten. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell - beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden - abmarschbereit, so ein Sprecher der Bundeswehr. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz ein.

- Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Wirtschaft nach der Corona-Krise mit einem Konjunkturpaket wieder ankurbeln - sieht aber auch die Firmen selbst in der Pflicht. Die Unternehmen, die jetzt vom Staat unterstützt würden, dürften diese Solidarität dann nicht vergessen, mahnte er. „Wir wollen sicherstellen, dass - wenn wir die Gesundheitskrise bewältigt haben, wenn wir die Arbeitsplätze, die Unternehmen gesichert haben, wenn es wieder aufwärts geht - das auch unterstützt wird mit konjunkturellen Maßnahmen“, sagte der Vizekanzler am Donnerstag in Berlin. Ziel müsse eine Politik sein, „in der hohe Investitionen eine Rolle spielen und in der der Sozialstaat ausgebaut und nicht zurückgebaut“ werde.

- Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie wenig von innerdeutschen Grenzkontrollen an der Bundeslandgrenze. „Wir wären sehr dankbar, wenn der Bremer in Bremen bliebe, aber wir machen in Niedersachsen keine Grenzkontrollen“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. Es werde über Ostern „unter Umständen Sperren von Stränden oder Deichen geben“, aber der Mensch „brauche auch ein Ventil“, deshalb sei er gegen eine generelle Ausgangssperre oder Grenzschließungen.

- Hamburg will mit Bußgeldern schnell und spürbar Verstöße gegen die Auflagen bestrafen. Das sagt Innensenator Andy Grote im Gespräch mit Sender NDR 90,3. Die meisten Hamburger hielten sich sehr gut an die geltenden Regeln, aber es gebe täglich eine etwa dreistellige Zahl an Verstößen. Der Hamburger Senat will laut NDR die neue Verordnung zur Pandemie mit den Bußgeldern noch heute beschließen, sie könnte dann morgen in Kraft treten.

- Spanien hat am Donnerstag einen neue Rekordzahl an Todesopfern durch das Coronavirus verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 950 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittag mit. Zuvor hatte das Land fünf Tage hintereinander mehr als 800 Tote zu beklagen, jedoch gab es noch nie mehr als 900 Opfer. Damit sind in Spanien insgesamt bereits rund 10 000 Menschen an Covid-19 gestorben. Gleichzeitig kletterte aber auch die Zahl der geheilten Patienten auf eine Höchstmarke: Seit Mittwoch wurden fast 4100 Menschen als gesund entlassen.

- Im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise haben die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten inzwischen 2,7 Billionen Euro mobilisiert. Diese Summe nannte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag in Brüssel. „Das ist die größte Reaktion der EU auf eine Krise in der Geschichte.“

- Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat sich für einen milliardenschweren EU-Fonds zur Hilfe für besonders schwer vom Coronavirus betroffene Mitgliedsländer ausgesprochen. Die Niederlande hätten „die Initiative für einen Fonds in Form von Spenden für Länder ergriffen, die wirtschaftlich schwächer sind, um ihnen bei den Gesundheitskosten im Kampf gegen das Coronavirus zu helfen“, sagte Rutte in der Nachrichtensendung „Nieuwsuur“ am Mittwochabend.

- Die für November geplante Weltklimakonferenz in Glasgow wird wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben. UN-Generalsekretär António Guterres betonte am Donnerstag in New York, dass angesichts der eskalierenden Corona-Pandemie die Neuansetzung geboten sei. Hunderttausende Menschen seien bereits ernsthaft an Covid-19 erkrankt, viele Infizierte seien gestorben.

- Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer schafft nun auch in Europa Produktionsmöglichkeiten für den Wirkstoff Chloroquin. Bayer-Chef Werner Baumann kündigt im Interview mit dem „Handelsblatt“ an, dass Anlagen auch in Europa für die Fertigung des Medikaments Resochin mit dem Wirkstoff Chloroquin angepasst werden sollen. Bisher wird das Mittel, das Bayer in der Krise kostenlos an Regierungen spenden will, nur an einem Standort in Pakistan hergestellt.

- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor einem zu frühen Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen. Zu sehen sei zwar ein Abflachen bei den Steigerungsraten, dies sei aber noch kein abschließender Trend, so der CDU-Politiker in einem veröffentlichten Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart. Dabei könnte es sich auch um statistische Effekte, Meldeeffekte handeln.Die stark einschränkenden Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen lägen noch nicht allzu lange zurück, betont Spahn. Sie könnten sich teils in den Statistiken noch nicht bemerkbar machen.

- Der griechische Coronavirus-Krisenstab hat ein Flüchtlingslager im Norden Athens für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Wie der staatliche Rundfunk ERT weiter berichtet, sei die Entscheidung getroffen worden, weil das Virus bei einer Frau nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen Anfang der Woche festgestellt worden war. Anschließend waren 20 weitere Flüchtlinge im Lager von Ritsona positiv getestet worden.

- Tausende in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch viele Deutsche, werden von Freitag an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst gestoppt hatte, kündigt einen entsprechenden Plan an. Dieser werde die „sichere und geordnete Ausreise von Zehntausenden“ Gestrandeter ermöglichen, so der stellvertretende Premierminister Winston Peters. In Neuseeland sitzen etwa 12.000 Deutsche fest, so viele wie nirgendwo sonst. Dort wurden auch Reisende von den Südseeinseln zusammengezogen, um dann nach Deutschland zurückfliegen zu können.

- Der Niedersächsische Fußballverband stellt den Amateurvereinen im Land Liquiditätshilfen zur Abfederung der Corona-Krise in Aussicht. Mögliche Maßnahmen könnten etwa Stundungen von Verbandsabgaben sein, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des NFV. Die Hilfe solle „nicht mit der Gießkanne passieren, sondern da ansetzen, wo Hilfe tatsächlich dringend erforderlich ist“, sagte der Verbandspräsident Günter Distelrath.

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