OLDENBURG/HANNOVER - OLDENBURG/HANNOVER/DRU - Bei der Aufklärung des Gammelfleischskandals um den Händler Alfons Bünnemeyer aus Lastrup (Landkreis Cloppenburg) habe es eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen Justiz und Veterinärbehörden des Landkreises gegeben. Darauf hat der Oldenburger Staatsanwalt Bernard Südbeck hingewiesen. Vorwürfe, die Ermittlungen seien nicht mit dem notwendigen Nachdruck geführt worden, entbehrten jeder Grundlage.

Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) hat Vorwürfe der Landtags-Opposition zurückgewiesen, die Lebensmittelkontrollen seien nicht effektiv organisiert. Die Überprüfungen der Betriebe erfolgten nicht unangemeldet, kritisierte die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Karin Stief-Kreihe, gestern im Landtag. Zudem überwachten einzelne Kontrolleure meist dieselben Betriebe. „Vorher trinken sie noch einen Kaffee mit der Geschäftsleitung, bevor sie zur Kontrolle gehen.“

Ehlen sagte: „Wir haben großes Vertrauen in die Veterinärbehörden.“ Die SPD-Abgeordnete diskreditiere die Lebensmittelkontrolleure. Nach Darstellung des Ministers gibt es eine Rotation der Kontrolleure, damit diese nicht immer die gleichen Unternehmen überprüften. Es gebe aber Städte mit nur ein oder zwei Kontrolleuren, für die eine Rotation schwieriger umzusetzen sei. Landesweit gebe es 250 Lebensmittel-Kontrolleure, 600 Veterinäre und 800 Fachassistenten, die u. a. in Schlachthöfen kontrollieren.