Oldenburg/Hannover - Bienen, Schmetterlinge, aber auch Motten, Käfer und viele Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Der Artenrückgang hat Folgen, denn viele Insekten sind als Blütenbestäuber und auch als Nahrungsquelle für Vögel wichtig. Um Tieren und Pflanzen wieder mehr Lebensraum zu geben, gibt es vielerorts Initiativen.
Die Stadt Oldenburg etwa fragte Bürger im vergangenen Juli, wo Wildblumenwiesen und Blühstreifen für Insekten angelegt werden sollten. 220 Menschen reichten mehr als 400 Anregungen ein, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke. Im April will die Kommune mit der Gestaltung von zunächst sieben Wiesenflächen beginnen, 2020 sollen fünf weitere Standorte dazukommen. Hinweistafeln sollen die Menschen über die dortigen Pflanzen und Insekten informieren. Die Kosten von rund 15 000 Euro für die ersten sieben Flächen sollen aus dem laufenden Haushalt finanziert werden.
Im Landkreis Lüneburg läuft seit März 2018 bis Ende 2022 das Projekt „Bene“, das unter anderem aus Landesmitteln und EU-Geld finanziert wird. Ziel ist, die biologische Vielfalt im Biosphärenreservat in der Gemeinde Amt Neuhaus zu fördern. Interessierte können etwa einen blütenreichen Garten anlegen.
