OLDENBURG/HANNOVER - Im zweiten Anlauf hat die Schlichtung im Tarifstreit der niedersächsischen Diakonie ein Ergebnis erzielt. Die Tarifparteien einigten sich in der Nacht zu Sonnabend in Hannover auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung von drei Prozent.
Nach Angaben des Oldenburger Diakonievorstandes Joachim von der Osten steigen die Gehälter ab 1. Juli um 2,5 Prozent, ab 1. Januar 2008 werden noch einmal 0,5 Prozent draufgelegt. Zudem wurde eine Einmalzahlung für sechs Monate des laufenden Jahres vereinbart.
Die in diakonischen Einrichtungen beschäftigten Ärzte erhalten zudem einen Aufschlag, der dem Abschluss im kommunalen Klinikbereich entspricht. Je nach Betriebsergebnis dürfen die Einrichtungen das Urlaubs- und Weihnachtsgeld 2008 um bis zu 30 Prozent und bis zu 40 Prozent im Jahr 2009 senken.
Die Schlichtung war vom Vizepräsidenten des Landesarbeitsgericht, Dr. Heinrich Kiel (Hannover), geleitet worden. Den Schlichterspruch müssen Dienstgeber und Arbeitnehmer noch bestätigen. Die Arbeitnehmer hatten ursprünglich eine Gehaltsanhebung um 3,8 Prozent gefordert, die Diakonie hatte 2,3 Prozent angeboten.
