OLDENBURG/HANNOVER - Minister Stratmann war voll des Lobes: Offis sei auf einem sehr guten Weg zu einem „Center of Excellence“, sagte er.

Von Hans Drunkenmölle

Das Oldenburger Informatik-Institut Offis ist für ganz Niedersachsen von großer Bedeutung als Forschungseinrichtung, als Projektpartner für Industrie- und Verwaltungsunternehmen, als Arbeitgeber und als Innovations- und Beschäftigungsmotor. Dies sind die herausragenden Ergebnisse einer Beurteilung durch sechs Gutachter der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen, die Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) gestern in Oldenburg präsentiert hat.

Das „national wie international bestens sichtbare“ An-Institut der Universität Oldenburg befinde sich auf einem sehr guten Weg zu einem „Center of Excellence“, betonte der Minister. Dies sei vor allem dem Engagement der Offis-Vorstände, der Professoren Hans-Jürgen Appelrath, Werner Damm und Wolfgang Nebel zu verdanken.

Offis engagiert sich speziell auf dem Sektor anwendungsorientierter Forschung, die Menschen mit Mitteln der Informatik Hilfestellungen für den Alltag bieten will. Dabei geht es auch um spezielle technische Lösungen zur Verbesserung der Sicherheitssysteme im Straßen-, Luft- und Bahnverkehr, um medizintechnische Anwendungen, die älteren Menschen ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen sollen und darüber hinaus um die Entwicklung dezentraler Energiesysteme.

Zwischen 2001 und 2005 hat Offis rund 200 Forschungprojekte mit mehr als 250 Kooperationspartnern verwirklicht. Weil das Institut seine räumlich-personelle Wachstumsgrenze erreicht hat, ist eine erneute Erweiterung geplant.: „Wir wollen auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sein“, sagte Vorstandsvorsitzender Nebel. Dies bedeute „Wachstum zumindest in der gleichen Geschwindigkeit wie der Wettbewerb“, aber auch „Schaffung von Forschungsfreiräumen jenseits der Sachzwänge der Auftragsforschung“.