OLDENBURG - Der zweitdienstälteste Generalstaatsanwalt Deutschlands, Horst Rudolf Finger, tritt Ende August in den Ruhestand. Nachfolger im Amt des Leiters der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg wird Andreas Heuer. Die Entscheidung traf die Landesregierung am Dienstag bei ihrer Kabinettssitzung. Der 49-jährige Heuer leitet seit 2008 die Staatsanwaltschaft Osnabrück. Er ist schon viele Jahre bei der Behörde in Osnabrück tätig. Heuer, der in Georgsmarienhütte lebt, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
35 Jahre im Justizdienst
Horst Rudolf Finger tritt mit Ablauf des Augusts nach Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren in den Ruhestand. Er war dann insgesamt 35 Jahre in Diensten der Justiz. Am 2. Mai 1996 hatte er in Oldenburg die Aufgabe des Generalstaatsanwaltes übernommen.
Die Generalstaatsanwaltschaft ist die vorgesetzte Behörde der Staatsanwaltschaften im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg. Mit den Staatsanwaltschaften Aurich, Oldenburg und Osnabrück verfolgt sie im Nordwesten des Landes mit 2,5 Millionen Einwohnern Straftaten und vollstreckt Strafen. Diesen Aufgaben widmen sich insgesamt 560 Beschäftigte. 180 davon sind Staatsanwältinnen, Staatsanwälte, Amtsanwältinnen und Amtsanwälte, die Ermittlungsverfahren leiten, Anklagen erheben und vor Gericht auftreten.
Als vorgesetzte Behörde der Staatsanwaltschaften des Bezirks ist die Generalstaatsanwaltschaft dafür verantwortlich, dass das für die Strafverfolgung und -vollstreckung geltende Recht eingehalten wird und die Strafgesetze im ganzen Bezirk gleichmäßig angewendet werden.
Wechsel im September
Deshalb überprüft die Generalstaatsanwaltschaft nach einer Beschwerde die Entscheidungen der Staatsanwaltschaften und tritt beim Oberlandesgericht auf, um in Revisions- und Beschwerdeverfahren die Belange der Allgemeinheit zu vertreten.
Die Verabschiedung des alten und die Einführung des neuen Generalstaatsanwaltes findet am 10. September statt.
