OLDENBURG - Die Lobbyarbeit für die Region soll sofort beginnen. Unter anderem sind parlamentarische Abende in Brüssel und Berlin geplant.
Von Jürgen Westerhoff
OLDENBURG - Ab sofort will die Metropolregion Oldenburg-Bremen ihre Lobbyarbeit für den Nordwesten Deutschlands beginnen. Ein erstes Arbeitsprogramm sowie den Finanzrahmen haben gestern 66 Vertreter aus den Ländern Niedersachsen und Bremen, den beteiligten Kommunen und der Wirtschaft bei der zweiten Metropolversammlung im Alten Oldenburger Landtag beschlossen.Um die Anliegen und Möglichkeiten auch in Brüssel und Berlin herauszustellen, sollen dort parlamentarische Abende stattfinden, auf denen regionale Glanzlichter präsentiert werden können. Eine Imagebroschüre unter dem Titel „Drehscheibe Nordwest“ wurde bereits gestern vorgestellt.
Wie der Vorsitzende der Metropolregion, der Diepholzer Landrat Gerd Stötzel, nach der gestrigen Sitzung gemeinsam mit Schatzmeister Ronald-Mike Neumeyer (Bremer Bausenator) und Vorstandsmitglied Dr. Matthias Fonger (Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen) erläuterte, hat die Versammlung beschlossen, neben dem Marketing für die Region Arbeitsfelder wie Maritime Wirtschaft/Logistik, Entwicklung von Luft- und Raumfahrt sowie Autoindustrie, Tourismus und Fragen der Infrastruktur voran zu bringen. Dabei stünden derzeit das Wilhelmshavener Hafenprojekt Jade-Weser-Port sowie die dringend benötigte Küstenautobahn A 22 im Mittelpunkt.
Insgesamt soll die Region außerhalb stärker wahrgenommen werden, aber auch nach innen wirken.
Unterdessen gibt es deutliche Anzeichen, dass der Landkreis Osnabrück beabsichtigt, sich der Metropolregion Oldenburg-Bremen anzuschließen. Der Bundestagsabgeordnete und CDU-Fraktionschef im Kreistag, Georg Schirmbeck, kündigte gegenüber der NWZ an, dass das Osnabrücker Land der Region bis zum Jahresende beitrete.
