OLDENBURG - OLDENBURG/TEHA - Der ehemalige Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, D. Dr. Hans Heinrich Harms, ist tot. Der Theologe, der das Oldenburger Bischofsamt von 1967 bis 1985 ausübte, starb am Gründonnerstag im Alter von 91 Jahren in Oldenburg.

Die oldenburgische Kirche würdigt Harms als Kirchenführer, der durch seinen großen Einsatz für die Ökumene weit über die Landeskirche hinaus bekannt war. Harms war u. a. Vorsitzender der Arnoldshainer Konferenz (1972-1976) und Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (1973-1985).

Harms wurde 1914 in Scharmbeck geboren. Nach dem Studium in Göttingen, Bonn und Princeton (USA) nahm er Pfarrstellen in Duderstadt und Rovingen an, bevor er 1960 Hauptpastor in Hamburg wurde. Schon in dieser Zeit knüpfte er Kontakte in alle Welt, die Neigung zur Ökumene prägte sich aus. In den 60er Jahren – keineswegs selbstverständlich damals – sprach er mehrfach mit dem Papst.

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„Umstrukturierung erforderlich“

BUNDESWEHRPersonalabbau im Oldenburger Land unter Bundesdurchschnitt

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Vor allem kleinere Standorte sind von

Streichungen betroffen. Sie gelten als zu unwirtschaftlich.

von benjamin klare

OLDENBURG - Die anstehenden Umstrukturierungen bei der Bundeswehr sind ohne einen Personalabbau nicht zu bewältigen. So lautet das Fazit, das aus dem Vortrag des Präsidenten der Wehrbereichsverwaltung Nord, Herbert Pauer, im Acara-Hotel Oldenburg gezogen werden muss. Pauer folgte der Einladung des CDU-Abgeordneten Thomas Kossendey und sprach über die aktuelle Situation der Bundeswehr im Oldenburger Land.

Im Mittelpunkt stand dabei der Personalabbau bei den Streitkräften, vor allem aber bei den Zivilbediensteten. 10,2 Prozent der Dienstposten der Bundeswehr sollen in Niedersachsen bis 2010 gestrichen werden. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis dahin ausgeschlossen. Bundesweit ist ein Personalabbau im militärischen wie im zivilen Bereich von 14,4 Prozent vorgesehen.

Im Oldenburger Land sei neben den bereits geschlossenen Standorten in Varel und Ahlhorn auch das Bundeswehr-Krankenhaus in Bad Zwischenahn betroffen. Die dort angestellten Zivilbediensteten würden nach Westerstede versetzt. „Niedersachsen und die Region Oldenburg sind bundesweit vergleichsweise gut weggekommen“, betonte Pauer. Die Bundeswehr befinde sich in einer Phase der Umbruchs. Seit der Strukturreform vom November 2004 sei klar, dass es Streichungen bei der Truppe geben werde.

Die Strategie, kleinere Standorte zugunsten größerer Kasernen zu schließen, soll die Wirtschaftlichkeit der Bundeswehr erhöhen. Positiv wirkt sich diese Entwicklung für Delmenhorst aus, das mit nun 2500 Soldaten zu einem der zehn größten Bundeswehrstandorte in Deutschland aufsteigt.