OLDENBURG - Als siebter Rabbiner in Niedersachsen ist am Sonntag Jona Simon (33) im Oldenburger Kulturzentrum PFL feierlich in sein Amt eingeführt worden. Er soll künftig die jüdischen Gemeinden in Hameln, Hildesheim und Göttingen betreuen und im Oldenburger Leo-Trepp-Lehrhaus unterrichten.

Der neue Rabbiner, der aus Ostwestfalen stammt, arbeitet schon seit September im Landesverband und unterstützt Landesrabbiner Jonah Sievers aus Braunschweig. Im November wurde er in Bamberg gemeinsam mit vier anderen angehenden Rabbinern ordiniert.

Simon hat seine Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam absolviert, gefördert durch ein Stipendium des Zentralrats der Juden in Deutschland. Dazu gehörte auch ein Jahr in Jerusalem. Zuvor studierte er jüdische Studien und Romanistik, unter anderem in Sevilla.

Damit sind in dem Landesverband inzwischen vier Rabbinerinnen und Rabbiner tätig. Zwei weitere arbeiten in einem zweiten, liberal geprägten Landesverband, einer in Hannover für die orthodox-jüdische Chabad-Bewegung. Jona Simon ist der Ehemann von Rabbinerin Alina Treiger, die für die Gemeinden in Oldenburg und Delmenhorst zuständig ist. Gemeinsam mit seiner Frau wohnt er in Oldenburg.

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