OLDENBURG - Erstmals nach dem großen Erfolg bei der Kommunalwahl vom 11. September sind die Grünen in Weser-Ems zu einer Bezirkskonferenz in Oldenburg zusammengekommen. Arbeitsschwerpunkte der 46 Teilnehmer waren die aktuelle Diskussion um internationale Schuldenkrise und Euro-Rettungsschirm, wozu die Bundestagsabgeordnete Dorothea Steiner (Osnabrück) referierte, lokale Initiativen für eine bessere Kinder- und Jugendpolitik mit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Landtagsgrünen, Miriam Staudte, und die Professionalisierung der lokalen Arbeit der Grünen in Weser-Ems sein.

Die Regionalsprecher der Grünen im Nordwesten, Peter Meiwald (Westerstede) und Uwe Burgenger (Schortens) kündigten mit Blick auf das gute Wahlergebnis an, dass „die Partei-internen Strukturen“ verbessert werden sollen. Gedacht ist dabei daran, die Geschäftsführerebene zu stärken, aber auch Regionalbüros in Oldenburg und Osnabrück sind im Gespräch.

Hintergrund: Die Zahl der Parteimitglieder in Niedersachsen ist innerhalb eines Jahres von 5000 auf 6000 gestiegen. Die Zahl der grünen Mandatsträger in Gemeinderäten und Kreistagen in Weser-Ems hat sich bei der Kommunalwahl auf rund 500 nahezu verdoppelt. Dieses Ergebnis hat weitere Folgen: Unter den neuen Mandatsträgern sind viele, denen es naturgemäß an praktischer politischer Arbeit bisher mangelt. Ihnen werden jetzt entsprechende Seminarangebote gemacht.

Mit 50 Mitgliedern werden die Weser-Ems-Grünen im November bei der Landesdelegiertenkonferenz in Verden vertreten sein. Im Mittelpunkt steht die Bioenergie.