OLDENBURG/RASTEDE - Zum Spargel trifft sich die evangelische Landessynode wieder im gewohnten Raum. Nachdem die Sitzung im vergangenen November – die sogenannte Grünkohlsynode – aus besonderem Anlass in einem nichtkirchlichen Tagungshotel in Rastede stattfand, treffen sich die 60 Mitglieder des Parlaments der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg am kommenden Donnerstag und Freitag zur Mai-Sitzung – der Spargelsynode – wieder in der Evangelischen Heimvolkshochschule Rastede.
Leistungsfähiges Zentrum
Im Herbst ging es um die Existenz der kirchlichen Einrichtung in Rastede. Damals wurde nach intensiver Beratung beschlossen, die Heimvolkshochschule nicht zu schließen, sondern von Grund auf zu renovieren und auszubauen. Nach diesem für Rastede positiven Grundsatzbeschluss steht das Thema jetzt wieder auf der Tagesordnung. Diesmal geht es um erfreulichere Fragen, nämlich um die konkrete Ausgestaltung der Modernisierung. Am Ende soll ein leistungsfähiges und attraktives Tagungszentrum mit zeitgemäßen Übernachtungs- und Konferenzmöglichkeiten stehen.
Ein weiteres Schwerpunktthema wird die neue Ausrichtung der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit sein. Dieses Vorhaben wurde in den vergangenen Monaten von einer innerkirchlichen Arbeitsgruppe vorbereitet, die sich dabei von einer Hamburger Agentur beraten ließ. Der vor einem Jahr ins Amt gewählte Bischof Jan Janssen setzt sich für einen Ausbau der Kommunikationsfähigkeit nach innen und außen ein, nachdem es in der Vergangenheit in dieser Frage mehrfach Kritik an der Oldenburgischen Landeskirche gegeben hatte. So war der Kirchenleitung vorgeworfen worden, beispielsweise viel zu spät auf die Millionenverluste im kirchlichen Anlagevermögen reagiert zu haben.
Ein von der Kirchenleitung eher ungeliebtes Thema wird die Frage nach einer möglichen Fusion aller evangelischen Landeskirchen Niedersachsens sein. Im Gegensatz zur Hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann und zum Braunschweiger Bischof Friedrich Weber hat sich der Oldenburger Bischof Janssen bislang eher zweifelnd geäußert.
Viele Punkte nicht erledigt Große Probleme bereitet der Oldenburgischen Landeskirche die Umsetzung der beschlossenen Reform der Verwaltungsstruktur. In diesem Bereich sind viele Punkte noch nicht erledigt. Der für dieses Gebiet verantwortliche Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs kann an der Synodentagung nicht teilnehmen, weil er seit Januar krank ist. Erstmals wird jedoch Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk als neue Personalchefin der Pastorenschaft an der Sitzung teilnehmen.
