OLDENBURG - Für den skandinavischen Drogenmarkt waren die 162 Kilo Haschisch bestimmt, die wie berichtet an der deutsch-niederländischen Grenze von Beamten des Hauptzollamtes Oldenburg beschlagnahmt wurden. Es handelt sich dabei um den größten Haschisch-Fund der vergangenen Jahrzehnte im Schwarzmarktwert von 1,3 Millionen Euro.

Am Steuer des Schmuggelautos saß ein 26-jähriger Profifußballer aus Litauen, der inzwischen im Oldenburger Gefängnis sitzt und nach Angaben des Zolls mit fünf bis sieben Jahren Haft rechnen muss. Die Zollfahnder versuchen derzeit, die Hintermänner der Schmuggelfahrt zu ermitteln. Dazu werden unter anderem mehr als 5000 litauische SMS-Nachrichten auf einem sichergestellten Handy ausgewertet.

Die Auftraggeber werden im Bereich der russischen Mafia vermutet. Spuren führen außerdem nach Schweden und Polen. Von dort stammten Original-Kaffeeverpackungen, in denen das Haschisch versteckt war.

Das Rauschgift bester Qualität vom Typ „Schwarzer Afghane“ stammt aus der afghanischen Region um Masar-i-Sharif. Die Zollfahnder vermuten, dass es auf dem Landweg über die Balkanroute durch die Türkei, Polen und Deutschland in die Niederlande gebracht wurde.

Jürgen Westerhoff