OLDENBURG - Das niedersächsische Landesamt für

Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) warnt Tierhalter

vor der giftigen Eibe. „Schon wenige hundert Gramm Eibennadeln oder

-zweige können für ein erwachsenes Rind oder Pferd tödlich sein“,

sagte Laves-Veterinär Hans-Wilhelm Steffens am Mittwoch in Oldenburg.

Bislang seien in diesem Jahr zwei Rinder nachweislich an einer

Eibenvergiftung gestorben.

In beiden Fällen sei Heckenschnitt an die Tiere verfüttert worden,

sagte Steffens. Der Tierarzt riet deswegen dazu, die Verfütterung von

Heckenschnitt und Gartenabfällen an Weidetiere zu unterlassen. Im

Übrigen sei diese nach dem Futtermittelrecht auch verboten.

Eiben enthielten das Alkaloid Taxin, das bereits kurz nach der

Aufnahme Bewusstseins- und Kreislaufstörungen hervorrufen und zu

einer tödlichen Atemlähmung führen könne, hieß es weiter. Außer den

roten Samenmänteln seien alle Teile der Pflanze giftig. In der freien

Natur komme die Eibe nur noch selten vor, sie werde jedoch häufig im

Garten angepflanzt.