OVELGöNNE - Die Menschen werden immer älter, dabei bleiben sie erfreulicherweise aktiver und mobiler als manche Generation zuvor. Da es aber zugleich immer weniger Nachwuchs gibt, müssen die Lebensbedingungen den Bedürfnissen der aktiven älteren Generation angepasst werden.
In der Gemeinde Ovelgönne haben sich Rat und Verwaltung mit diesem demografischen Wandel bereits ausführlich beschäftigt. Um die Weichen in Zukunft richtig zu stellen, hat die Gemeinde den Diplomingenieur Dirk Majcher (Oldenburg) beauftragt, auszuarbeiten, welche Erfordernisse sich aus dem demografischen Wandel ergeben. Nachdem Majcher gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Brückmann erste Entwürfe bereits in Bürgerversammlungen vorgestellt hat, legt er nun in der Bauausschuss-Sitzung an diesem Donnerstag sein endgültiges Konzept vor. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Rathaus.
Um die Infrastruktur erhalten zu können, ist für Bürgermeister Thomas Brückmann unerlässlich, dass es mehr Zuzug in die Gemeinde geben muss. Ein Baustein dafür sind die Betreuungsangebote für Kinder, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden. Auch günstige Baupreise und ein attraktives Wohnumfeld gehören dazu.
Andererseits, so Brückmann, dürfe man die älter werdende Bevölkerung bei der Planung nicht außer Acht lassen. „Wir müssen etwa bei der Versorgung auf kurze Wege achten“, sagt Brückmann. Natürlich gehört auch ein attraktives Angebot für altersgerechtes Wohnen dazu.
Dirk Majcher betont ebenfalls, dass die Gemeinde mehr Einwohner braucht. Dafür sei es notwendig, ein Grundzen-trum auszuweisen. Auch die geplante Küstenautobahn sei erforderlich und ebenso die Mitwirkung der Gemeinde an der Windenergieplanung.
Aber was der Planer heute Abend vorträgt, sind Vorschläge. Diese umzusetzen wird dann Aufgabe des Rates sein.
