OVELGöNNE - Der Nachtragshaushalt 2006 wird verabschiedet. Das Handwerksmuseum bekommt einen Zuschuss. Die Hengstweide wird Baugebiet.

von torsten wewer

OVELGÖNNE - In der letzten Sitzung des alten Gemeinderates am Donnerstagabend wurden alle Beschlüsse des öffentlichen Teils einstimmig gefasst.

Verabschiedet wurde der Nachtragshaushalt. Im Verwaltungshaushalt wurden die Einnahmen nach oben korrigiert – von rund 4,34 Millionen Euro auf nun rund 4,6 Millionen Euro. Allerdings steigen auch die Ausgaben von 7,21 Millionen auf 7,24 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt wurden die Einnahmen und Ausgaben jeweils nach unten korrigiert – und zwar von jeweils rund 1,32 Millionen auf nur noch 934 900 Euro.

Neu aufgenommen wurden in den Nachtragshaushalt 1500 Euro für das Handwerksmuseum sowie 5000 Euro für die Gemeindeentwicklungsplanung. Die anderen Zahlen wurden im wesentlichen nur angepasst.

UGO-Ratsherr Hans-Georg Barghop erinnerte daran, dass sich die Kommune in den zurückliegenden fünf Jahren erheblich entschuldet habe. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Ovelgönner sei deutlich niedriger als der Durchschnitt im Landkreis und der Durchschnitt des Landes. Dennoch reichten die Einnahmen der Kommune nicht aus, um die Kosten zu decken. Daher steige der Bedarf an Kassenkrediten. Die dafür notwendige Tilgung bezeichnete Barghop als „tickende Zeitbombe“.

Über den Zuschuss für das Handwerksmuseum in Höhe von 1500 Euro wurde lange diskutiert. Insbesondere wurde noch mehr Engagement des Trägervereins gefordert. Gemeinsam mit dem Verein soll ein Konzept, vor allem über zu erwartende Einnahmen und Ausgaben, erstellt werden. Danach soll der neue Rat über eine regelmäßige Bezuschussung erneut beraten. Bürgermeister Thomas Brückmann teilte mit, dass die Museumsleiterin Dr. Kirsten Maaß eine Anstellung in Aachen gefunden hat und daher zum 15. Oktober ihre Tätigkeit aufgeben wird.

Der Flächennutzungs- und der Bebauungsplan für das Gebiet Erste Hengstweide in Ovelgönne wurden verabschiedet. Damit sind die rechtlichen Grundlagen für die Ausweisung als Baugebiet geschaffen.

UGO-Ratsherr Prof. Dr. Carl H. Hamann wird sein Ratsmandat nicht annehmen. Für ihn rückt Thomas Garlichs aus Frieschenmoor nach.