OVELGöNNE - Die angekündigte Erweiterung des Modehauses „Havekost“ beschäftigt auch die Ovelgönner Gemeindeverwaltung und den Rat. Wie berichtet, will der Braut- und Abendmodenspezialist nach Möglichkeit seine Verkaufsfläche im Burgdorf mehr als verdoppeln. Alle Beteiligten sehen dabei Probleme mit der Raumordnung, weil der Ortsteil Ovelgönne nicht als Grundzentrum ausgewiesen ist.
Bürgermeister Thomas Brückmann, der die Pläne des Firmenchefs Ude Havekost unterstützt, will über den Städte- und Gemeindebund eine Gesetzesinitiative erwirken. Ziel ist es, das Landesraumordnungsprogramm zu ändern. Er habe sich deshalb auch an den CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler (Berne) gewandt, berichtete Brückmann dem Rat der Gemeinde unter Vorsitz von Dieter Kohlmann (CDU).
Die Gemeinde wird unterm Strich rund 57 000 Euro mehr einnehmen als erwartet, berichtete Bürgermeister Brückmann weiter. Der Grund dafür sind Schlüsselzuweisungen, die um Mehrzahlungen von Kreisumlage gemindert werden. Den Haushaltsplan habe die Kommunalaufsicht inzwischen genehmigt.
Die Ratsmitglieder segneten die von Fachausschüssen und dem Verwaltungsausschuss vorbereiteten Beschlussvorlagen wie gewohnt einstimmig ab. Das bedeutet, dass es keinen Fahrtkostenzuschuss für Kinder geben wird, die eine Grundschule außerhalb der Gemeinde besuchen; dass der Bebauungsplan für die Oldenbroker Lerchenstraße so geändert wird, dass dort ein medizinisches Dienstleistungshaus entstehen kann und dass der Bauhof zwei neue Anhänger bekommt.
Der Bürgermeister darf ab sofort nur noch Spenden in Höhe von 100 Euro für die Gemeinde entgegennehmen. Über Spenden bis 2000 Euro entscheidet der Verwaltungsausschuss und über noch höhere der Rat.
