PAPENBURG - Das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager zieht in die neue Gedenkstätte Esterwegen im Landkreis Emsland.
Seit 1985 hatte das Zentrum in Papenburg in einer Dauerausstellung über die 15 Konzentrations,- Straf- und Kriegsgefangenenlager im Emsland informiert, sagte Leiter Kurt Buck am Montag. Das Zentrum schließe am Sonnabend seine Türen in Papenburg. Am 31. Oktober werde die neue Gedenkstätte in Esterwegen auf historischem Grund eröffnet.
Von Anfang an habe der Papenburger Trägerverein eine Gedenkstelle in Esterwegen geplant, sagte Buck. Dort wurde 1933 das erste Konzentrationslager der Nationalsozialisten errichtet. Allerdings habe die Bundeswehr das Gelände für sich beansprucht. In zwei Bundeswehrgebäuden und einem Neubau solle künftig über die Lager informiert werden.
Die Lager wurden Buck zufolge unterschiedlich genutzt. Insgesamt wurden etwa 80.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene und zwischen 100.000 und 180.000 Kriegsgefangene in den Lagern inhaftiert. Bis zu 30.000 Menschen, überwiegend sowjetische Kriegsgefangene, starben. Die Häftlinge mussten härteste Arbeit bei der Kultivierung der Moore leisten. Viele kamen dabei zu Tode. Der bekannteste Häftling war der Friedensnobelpreisträger von 1935, Carl von Ossietzky.
