Hannover - Aus Verärgerung über Attacken auf die Justiz ist der frühere CDU-Oberbürgermeisterkandidat in Hannover, der Promi-Anwalt Matthias Waldraff, aus der Partei ausgetreten. Hintergrund des Ärgers ist eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion, die wissen wollte, ob ein amtierender Landgerichtspräsident während seiner Zeit in einem Landesministerium mit seinem Dienstcomputer auf Sex-Seiten im Internet gesurft hatte. Die CDU betreibe damit Rufmord, sagte Waldraff.
Die SPD kritisierte, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke (Wiefelstede), sei wegen des Vorgangs nicht mehr tragbar. Er müsse sich bei der Justiz öffentlich entschuldigen oder sein Amt zur Verfügung stellen, sagte die SPD-Fraktionschefin Johanne Modder (Bunde).
