NWZ
. Mit der Transponder-Methode gebe es eine geeignete Alternative der Kennzeichnung. Brandzeichen seien nicht mehr nötig. Es gibt keinen Grund, vom Verbot des Schenkelbrands abzurücken, betonte der Sprecher.Genau das wollen die niedersächsischen Pferdezüchterverbände und sie haben Unterstützung aus der Landespolitik. Der Schenkelbrand hat keine Relevanz für den Tierschutz, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp aus Cloppenburg. Deshalb teile ich das geplante Verbot nicht. Das Brandzeichen sei ein jahrhundertealtes Kulturgut. Man müsse mit dem Klammersack gepudert sein, um es ohne Not aufzugeben.
Zusammen mit weiteren Parlamentariern (fast alle CDU-Abgeordnete aus Niedersachsen teilen diese Position) will Holzenkamp Aigners Pläne im parlamentarischen Verfahren überprüfen und ein Verbot verhindern.
Für Edmund Haferbeck, Sprecher der radikalen Tierschutzorganisation PETA Deutschland, ist dieser Widerstand unverständlich. Züchter hätten über Jahrzehnte eine völlig antiquierte Form der Kennzeichnung genutzt, sagte Haferbeck derNWZ
. Sinnvoll sei anstelle des qualvollen Brandes der Einsatz von Transpondern, die im Hals der Pferde eingepflanzt werden.Genau das lehnen die Pferdeverbände ab: Wertvolle Zucht- und Sportpferde dürften nicht dem Risiko ausgesetzt werden, Schäden durch die invasive Methode der Transponder-Implantation zu erleiden, heißt es in einer Stellungnahme der Pferdeland Niedersachsen GmbH.
Der Streit beschäftigt in den kommenden Monaten Bundestag und Bundesrat.
