Hannover - Mit einem Pilotprojekt in den Ausländerbehörden von neun Städten und Landkreisen will Niedersachsen die „Willkommenskultur“ für Zuwanderer verbessern. „Die Ausländerbehörden sind die Visitenkarten im Blick auf mehr Zuwanderung“, sagte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Donnerstag in Hannover.

Für das Projekt mit Schulungen und Workshops stellt das Land 100 000 Euro zur Verfügung. Nach Angaben der Ministerin geht es zum Beispiel um mehrsprachige Beratungsangebote. Die Behörden könnten auch Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln anstellen. Zudem sollen sie eine „Lotsenfunktion“ ausüben und etwa qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland Wege aufzeigen, wo sie Informationen und Hilfe finden.

Von den 53 Ausländerbehörden in Niedersachsen hatten sich 22 beworben. Ausgewählt wurden die Städte Oldenburg, Celle und Wolfsburg sowie die Landkreise Emsland, Hameln-Pyrmont, Harburg, Osnabrück und Osterholz sowie der künftige Kreis Göttingen-Osterode, der bis 2016 fusionieren will. Im Bundesland leben laut Sozialministerium rund 1,4 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln.