Die Piraten in Niedersachsen haben sich formiert, um den Landtag zu entern. Die Chancen dafür stehen gut. Die Netzpartei hat in den Umfragen bereits die Grünen überholt und keiner weiß so recht warum. Der Landesparteitag in Nienburg konnte die Frage nicht wirklich beantworten. Einige Idee wie die Twitter-Wand wirken erfrischend, die Strukturen sind nicht so verkrustet wie bei den etablierten Parteien.
Das Programm der Piraten bleibt aber abseits des Internets eher diffus. Die Koalitionskritik, dass es sich um eine Linkspartei mit Netzanschluss handelt, ist nicht von der Hand zu weisen. Viele der Forderungen könnte die Opposition im Landtag unterschreiben. Zahlreiche Mitglieder kommen von der SPD oder den Grünen.
Die Personaldecke der Piraten ist trotz starkem Mitgliederzuwachs eher dünn, das Niveau der Bewerber um Platz eins beim Parteitag war schwach. Die männerlastige Netzpartei muss aufpassen, dass sie kein Tummelplatz für Rechtspopulisten, Linksaußen und Chauvinisten wird.
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