Er gilt als der Meister der fortschrittlichen Technik im Landtag. Dass Helge Limburg die moderne Kommunikation beherrscht wie kaum ein anderer im Parlament hat er mehrfach bewiesen. Ende vergangenen Jahres hätte sich der Grünen-Abgeordnete sogar fast um Kopf und Kragen getwittert, als er Innenminister Uwe Schünemann (CDU) in einer Kurzbotschaft via Internet beleidigte. Doch jetzt hat Limburg zur Überraschung seiner Kollegen bewiesen, dass er auch altmodisch sein kann. Aus Dänemark verschickte der Öko-Politiker klassische Urlaubs-Postkarten an seine Fraktionskollegen. Limburg entschuldigte sich sogar, dass es nur acht seien, die er „büroweise“ versandte. „Ich hatte nicht mehr“.

Das Eltern-Kind-Zimmer der früheren Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist so legendär wie vergessen. Doch jetzt hat ausgerechnet ihr Parteikollege Hartmut Möllring der Idee von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wieder Leben eingehaucht. Das Finanzministerium verfügt seit kurzem über ein „Rollendes Kinderzimmer“. Mit dem fahrbaren Möbelstück helfe man Mitarbeitern, „Betreuungsengpässe zu überwinden“, betonte Minister Möllring. Das Kinderzimmer mit integriertem Wickeltisch und Spielsachen könne flexibel in jedem Büro eingesetzt werden, fügte der CDU-Politiker hinzu. Das Möbelstück ist übrigens im Shop des Gefängnisses in Sehnde für 799 Euro erhältlich.

Jüngst hatte der Protest von Studenten im Wissenschaftsausschuss für Erheiterung beim CDU-Abgeordneten Jens Nacke (Wiefelstede) gesorgt und deshalb auch seinen Weg in diese Kolumne gefunden. Oder war es etwa im Ausschuss gar nicht so spaßig wie angenommen? Die Opposition zumindest zeigt sich verwundert über die nachträgliche Bewertung von Nacke. Die CDU habe den Vorgang „nicht so locker genommen“ und sogar zur Eskalation beigetragen, kritisierte Linken-Politiker Victor Perli. Die SPD sieht das ähnlich, will es aber nicht an die große Glocke hängen.