Hannover - Braunschweigs Regionalbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier sorgt für Ärger: Der frühere Landrat von Helmstedt will einen größeren Dienstwagen fahren als ihm zusteht. Aufgrund seiner Körpergröße wolle er statt eines Audi A4 einen A6 haben, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover. Später präzisierte sie: „Er hat die Staatskanzlei unter Hinweis auf seine Rückenbeschwerden und die zahlreichen erforderlichen Dienstfahrten um Prüfung gebeten, ob ein größeres Fahrzeug beschafft werden könnte.“ Dafür gebe es aber noch keine Genehmigung.

Zudem sorgt der Dienstwechsel des Mannes für Unklarheiten. Dem Bericht zufolge versäumte es die Regierung, die Pensionsansprüche beim Wechsel eines Landrates in den Landesdienst mit der Kommune zu regeln. Nun droht dem Land die vollständige Kostenübernahme. Der Staatskanzlei war das Problem bislang nicht bekannt, der Vorgang werde nun geprüft.

CDU und FDP kritisierten die Vorfälle als neue Dienstwagenaffäre. Wegen einer unerlaubten Autobestellung hatte der Agrar-Staatssekretär Udo Paschedag vor Monaten sein Amt verloren. „Sollten hier aus reiner Schlampigkeit Landesmittel verschwendet worden sein, wäre das ein ungeheuerlicher Vorgang“, sagte CDU-Fraktionsvize Reinhold Hilbers.