Hannover - Immer weniger Jugendliche in Niedersachsen verlassen die Schule ohne einen Abschluss. Im vergangenen Jahr betrug der Anteil der Betroffenen unter den 14- bis 16-Jährigen nur noch fünf Prozent, wie das niedersächsische Kultusministerium am Mittwoch in Hannover bekanntgab.

Das sei ein historischer Tiefstand. Im Jahr zuvor habe der Anteil derjenigen, die die Schule ohne Hauptschulabschluss beziehungsweise mit weniger als einem Hauptschulabschluss verließen, noch bei 5,4 Prozent gelegen.

„Ein Schulabschluss ist die Basis für den Einstieg in das Berufsleben und für gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Peter Bräth, Staatsminister im niedersächsischen Kultusministerium. Als einen Grund für die positive Entwicklung nannte Bräth die „gute Arbeit der Schulen in der Berufsorientierung“.

Lehrkräfte und Pädagogen an den Schulen engagierten sich „mit Herzblut“, damit Schüler in ihren Ausbildungsmöglichkeiten und Berufswahlkompetenzen gefördert würden. Als Beispiele für geeignete Maßnahmen nannte Bräth Kompetenzfeststellungsverfahren an Praxistagen und Betriebspraktika sowie die enge Kooperationen mit berufsbildenden Schulen und die Gründung von Schülerfirmen. „Ein früher Praxiskontakt und eine intensive Kompetenzanalyse können ganz entscheidend dazu beitragen, dass der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt.“

Bräth sagte weitere Anstrengungen des Landes für eine positive Entwicklung zu. Dazu zähle etwa das sogenannte Hauptschulprofilierungsprogramm, für das bis 2016 rund 13 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stünden. Wichtigster Bestandteil hierbei sei die Unterstützung von Haupt- und Förderschülern bei Bewerbungen durch Sozialpädagogen.