REMLINGEN - Knapp eine Woche nach Beginn der Erkundungs-Bohrarbeiten im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel sind die Arbeiten dort vorläufig zum Erliegen gekommen. Weicher Teer, sogenanntes Bitumen, droht nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), das Bohrloch und den Bohrer zu verschmieren. „Die Komplikationen beim Anbohren zeigen, wie wichtig die Probephase ist“, sagte BfS-Sprecher Werner Nording.

Bei der Planung der Bohrung seien die Experten davon ausgegangen, dass der bei der Verfüllung der Kammer eingesetzte Teer fester sei und deshalb durchbohrt werden könne. Um die Rückholung der Abfälle vorbereiten zu können, sei es unerlässlich, alles über die Beschaffenheit der Kammerverschlüsse zu wissen, so Nording.