ROSTRUP - Drogen versteckt in einer Zigarettenschachtel, 21 Raser, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz am Freitag hatte die Polizei in Rostrup einiges zu tun. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr hatten acht Beamten aus Bad Zwischenahn und zwei Kollegen aus Oldenburg 82 Verkehrsteilnehmer kontrolliert 72 Autofahrer und zehn Fahrer motorisierter Zweiräder.
Schwerpunkt der Kontrolle waren Verkehrsteilnehmer der sogenannten Risikogruppe also junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahre. In diesem Fall Schüler der Berufsbildenden Schulen und des Bau-ABC.
Gruppe der 18- bis 24-Jährigen besonders betroffen
Die Bilanz ist erschreckend. Wir haben einfach zu viele Verstöße festgestellt, so das Fazit vom Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Stefan Müller. Damit bestätigt sich, was auch schon der Blick in die Zahlen andeutet: Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen bleibt laut Unfallstatistik 2009 der Polizeidirektion Oldenburg trotz eines Rückgangs mit einem Anteil von 17,6 Prozent an den Verkehrstoten überrepräsentiert diese Altersgruppe macht einen Bevölkerungsanteil von nur sieben bis acht Prozent aus.
Mit einer Laserpistole hat Polizeioberkommissar Sven Plettenberg die Geschwindigkeit gemessen: Die Messung ist absolut sicher, das Gerät wird einmal im Jahr geeicht. Der Polizei gingen in den fünf Stunden 50 Verkehrsteilnehmer ins Netz.
Rauschgit in der Zigarettenschachtel gefunden
Der schwerste Fall: Eine Gruppe aus drei jungen Männern war eigentlich wegen leicht überhöhter Geschwindigkeit angehalten worden. Doch bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Fahrer unter Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren war.
Er hatte sich vor der Fahrt einen Joint gegönnt. Darüber hinaus fanden die Polizisten eine Zigarettenschachtel, in der rund drei Gramm Cannabis versteckt waren. Bei noch einem weiteren Verkehrsteilnehmer haben die Beamten Rauschgift gefunden.
13 Personen nicht angeschnallt
Zwei Fahrer waren ohne Führerschein, 21 zu schnell unterwegs (der schnellste fuhr innerorts 77 Stundenkilometer). Außerdem hielten die Beamten 13 Personen an, die nicht angeschnallt waren, acht hatten ihre Papiere nicht mit.
Nach Müllers Einschätzung kein gutes Ergebnis: Die jungen Verkehrsteilnehmer müssen wissen, dass wir immer wieder kontrollieren.
