Eine steile Karriere nimmt ein überraschendes Ende. Linken-Fraktionschefin Kreszentia Flauger will aus gesundheitlichen Gründen 2013 nicht mehr für den Landtag kandidieren. Flauger ist nicht die erste Politikerin, die dem stressigen Job Tribut zollen muss. Das Tempo im politischen Alltag hat sich beschleunigt, die Anforderungen gerade an Spitzenkräfte sind gewachsen.
Mit Flauger, die gleich nach ihrem Einzug in den Landtag 2008 zur Fraktionschefin aufstieg, verlieren die Linken ihre Frontfrau. Sie hat sich im Parlament etabliert, ihr meist sachlicher Politikstil wird allgemein respektiert.
Der Rückzug verdient höchsten Respekt. Etwas unverständlich ist allerdings, dass Flauger bis zur Landtagswahl durchhalten will. Selbst wenn man Co-Chef Hans-Henning Adler die alleinige Fraktionsführung durchaus zutrauen kann, wäre es konsequenter gewesen, Flauger hätte ihren Posten für einen Nachfolger geräumt. Die Linken müssen bei der Wahl 2013 um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Da werden alle Kräfte gebraucht.
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