RUST - Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) will nach der Geburt seines zweiten Kindes den größten Teil des Urlaubs in Deutschland verbringen. „Ich will damit Vorbild sein. Vor allem Familien sollen Urlaub im Inland machen“, sagte der 48-Jährige am Sonnabend beim Besuch des Europa-Parks im baden- württembergischen Rust (Ortenaukreis).
Gemeinsam mit Ehefrau Bettina Körner und dem gemeinsamen Kind, das in drei Wochen zur Welt komme, werde er den Sommerurlaub auf der ostfriesischen Insel Norderney verbringen. Zudem plane er Kurzurlaube in der Lüneburger Heide, im Harz und im Weserbergland.
„Urlaub in Deutschland ist leider aus der Mode gekommen. Meine Frau und ich wollen persönlich dazu beitragen, dass sich dies wieder ändert“, sagte Wulff. Die deutschen Feriengebiete müssten zusätzliche Angebote schaffen und besser für sich werben. Nötig seien vor allem preisgünstige Angebote für Familien. „Die Familien müssen die Zielgruppe sein“, sagte Wulff.
Der CDU-Politiker sagte weiter, er werde bei der Geburt seines Kindes dabei sein. „Meine Frau ist im neunten Monat schwanger, und ich bin jederzeit bereit, dass es los geht. Mein Handy ist immer an.“ Bei der Entbindung werde er im Hintergrund bleiben. „Das wird einer meiner wenigen Termine, bei denen nicht ich als Ministerpräsident im Mittelpunkt stehe“, sagte Wulff.
Wulff hatte sich Mitte 2006 nach 18 Jahren Ehe von seiner ersten Ehefrau Christiane getrennt. Kurze Zeit später zog er mit seiner neuen Freundin, der Pressereferentin Bettina Körner, in Hannover zusammen.
Derweil muss die Große Koalition aus Sicht von Wulff bei der Energiepolitik aufs Tempo drücken und rasch ein Gesamtkonzept vorlegen. „Es sind dringend eine Reihe von Entscheidungen notwendig. Bund und Länder müssen sich schnell auf eine Energiepolitik aus einem Guss verständigen. Sonst verschlafen wir Entwicklungen, und die deutschen Energieversorger werden im Ausland investieren“, sagte Wulff.
