Hannover - Wegen fehlender Mittel für die Integration von rund 5000 Flüchtlingen in Salzgitter hat Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) einen Brandbrief an die Landesregierung geschrieben. Laut einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ regt er Zuzugsbeschränkungen an. Auch anerkannten Flüchtlingen sollten Auflagen für den Wohnsitz gemacht werden. „Meine große Sorge ist, dass die traditionell gute und Flüchtlingen wohlgesonnene Stimmung bei uns umkippen wird, wenn nicht bald etwas geschieht“, sagte Klingebiel.
In der 106 000-Einwohnern-Stadt Salzgitter leben dem Bericht zufolge inzwischen etwa 5000 Flüchtlinge, davon rund 3300 Syrer. Als Gründe, warum Salzgitter für die Flüchtlinge so attraktiv sei, führte Klingebiel die Lage auf dem Wohnungsmarkt an. „Wir haben noch 3000 freie Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. Und dann ziehen viele Flüchtlinge zu uns, weil bereits Verwandte hier wohnen“, sagte er.
