Bückeburg/Hannover - Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat am Sonnabend den mit insgesamt 11 000 Euro dotierten „Kulturpreis Schlesien“ des Landes Niedersachsen verliehen. Der Begegnungspreis sei ein fester Bestandteil der Verständigung zwischen Deutschland und Polen, sagte der Minister im Bückeburger Schloss vor rund 450 Gästen aus beiden Ländern. Die Auszeichnung leiste „einen wichtigen Beitrag zur Aussöhnung und zum Brückenbau in Europa“. Die Preisträger sind die Harfenistin Helga Storck und der Museumsdirektor Andrzej Niedzielenko. Der Sonderpreis geht an den Breslauer Bildungsverlag ATUT.
Der Innenminister sagte, der Kulturpreis solle auch in diesem Jahr dazu beitragen, dass gute Nachbarschaft und freundschaftliche Beziehungen zwischen Niedersachsen und Niederschlesien keine leeren Vertragsformeln seien. Die beiden Hauptpreise sind mit jeweils 4 000 Euro dotiert, der Sonderpreis mit 3 000 Euro.
Andrzej Niedzielenko (Jahrgang 1951) wurde in Liegnitz geboren und sei „der am längsten amtierende Museumsdirektor im Gebiet des heutigen Schlesiens“, hieß es. Sein Verdienst sei vor allem die ausführliche Aufarbeitung der Geschichte seiner Geburtsstadt.
Die in Oberschlesien geborene Musikerin Helga Storck (Jahrgang 1940) hat sich nach Angaben des Ministeriums als Harfenspielerin, Musikpädagogin und Dozentin um den kulturellen Austausch verdient gemacht. Unter anderem arbeitete sie an den Musikhochschulen in Warschau, Breslau und Kattowitz sowie an der Hochschule für Musik in München.
Der Sonderpreis ging an Witold Podedworny vom ATUT-Verlag. Der Verlag zeichne sich besonders durch Fachbuch- und Belletristik-Veröffentlichungen mit schlesischem Profil aus.
