Oldenburg/Osnabrück/Berlin - Wechsel an der Spitze des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) mit Sitz in Berlin: Der ehemalige Oldenburger Oberbürgermeister Dietmar Schütz (SPD) tritt von seinem Amt als BEE-Präsident Ende des Monats zurück. Schütz, der am 21. Oktober 70 Jahre alt wird, gibt den Posten aus Altersgründen ab.

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands wählt am 29. Oktober den Nachfolger: Dies soll Fritz Brickwedde werden. Der 65-Jährige, seit 2006 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Osnabrück, war zum 1. Oktober als Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in den Ruhestand getreten.

„Das war eine sehr spannende Phase, den stürmischen Ausbau der erneuerbaren Energien zu begleiten, ihn auch offen zu halten, gleichzeitig die Abwehrschüsse insbesondere aus der Industrie abzuwehren und die Diskussion über die Preise zu führen“, sagte Schütz in einer ersten Bilanz seiner sechs Jahre an der Spitze des BEE.

Der Bundesverband sei massiv unter Druck gesetzt worden von der Initiative Soziale Marktwirtschaft, hinter der die Metallindustrie gestanden habe. Dabei ging es vor allem um die Strompreise. „Es abzuwehren, dass das wirksame Instrument des Erneurbare-Energien-Gesetzes abgeschossen wird, war eine der wichtigsten Aufgaben“, so Schütz weiter. Das Gesetz solle und müsse geändert werden, aber die Grundstrukturen müssten erhalten bleiben.

Eine „so stürmische Entwicklung“ der erneurbaren Energien habe er anfangs allerdings nicht erwartet. Mittlerweile gibt es 390 000 Arbeitsplätze auf dem Gebiet in Deutschland. Das liege auch an der Innovationskraft in Deutschland und dem kräftigen Mittelstand.