Von Marco Seng
Frage:
Herr Sander, die Landtags-Opposition will einen Asse-Untersuchungsausschuss. Sie auch?Sander:
Ich sehe dazu keine Notwendigkeit. Die bisherige Arbeit im Umweltausschuss war konstruktiv. Wir haben nichts hinter dem Berge gehalten. Wir müssen jetzt nach vorne arbeiten. Die Bürger in der Region interessiert nicht, was vor 40 Jahren passiert ist.Frage:
Sind Sie nicht daran interessiert, die Pannen in der Asse aufzuklären?Sander:
Natürlich, aber ich glaube, dass bei einem Untersuchungsausschuss wenig herauskommt. Nach der Bundestagswahl im September wird er nicht mehr von Bedeutung sein.Frage:
Wird sich die Arbeit des Untersuchungausschusses auf die Schließung der Asse auswirken?Sander:
Das Bundesamt für Strahlenschutz muss als Betreiber jetzt eine Inventarliste erstellen. Erst wenn die vorhanden ist, kann man über ein Schließungskonzept reden. Ich fürchte aber, dass der Untersuchungsausschuss Kräfte beim Bundesamt bindet.Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP, Bild) hält den Asse-Untersuchungsausschuss nicht für sinnvoll.
