[SOLO_KICKER][SPITZMARKE]HARPSTEDT - HARPSTEDT/LD - Über die geplante 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung der Eon von Ganderkesee durch die Samtgemeinde und den Landkreis Diepholz nach St. Hülfe wurde beim Besuch der SPD-Kreistagsfraktion in Harpstedt diskutiert.

Die Harpstedter hoffen, dass der Kreistag die ablehnende Haltung der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden unterstützt. Das sagte der Kreistagsfraktionschef der Sozialdemokraten Heiko Jünger ohne Einschränkungen zu: „Die Freileitung lehnen wir entschieden ab. Nur eine gasisolierte Erdverkabelung (GIL) kann akzeptiert werden.“

Heinz-Jürgen Greszik erklärte, dass sich alle Parteien in der Samtgemeinde einig seien: „Wir werden gegen die Freileitungspläne gemeinsam entschiedenen Widerstand leisten und alle Möglichkeiten zur Verhinderung ausnutzen.“ Außerdem zweifele man in der Samtgemeinde den Bedarf an dieser Freileitung an.

Die Politiker sollten mit ihren Versuchen aufhören, mit fadenscheinigen Argumenten die Verantwortung zwischen Hannover und Berlin hin- und herzuschieben, kritisierte Hermann Bokelmann, der von den hiesigen Landtagsabgeordneten mehr Engagement fordert: „Für die Festlegung der Leitungstrassen ist eindeutig die Landesregierung zuständig. Das war bisher im Landesraumordnungsprogramm so und ist auch jetzt noch so. Wir erwarten, dass die CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Thümler und Karl-Heinz Bley ihren Einfluss in Hannover einbringen und die Meinung ihre Parteifreunde vor Ort unterstützen.“