[SPITZMARKE]DELMENHORST - DELMENHORST/LO - Nach sechs Monaten Einsatz im Kosovo sind rund 750 Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons 161 wieder wohlbehalten zu ihrem Standort in Delmenhorst zurückgekehrt. „Dass Sie heil zurückkommen, war unsere Hauptsorge. Wir alle wissen, dass ein solcher Einsatz Risiken und Gefahren birgt“, erklärte der Befehlshaber im Wehrbereichskommando I Küste, Generalmajor Heinz-Georg Keerl, am Sonntagnachmittag beim Begrüßungs-Appell auf der Delmenhorster Burginsel.
Das Bataillon habe seine Aufgabe, die Versorgung von rund 2000 Soldaten aus verschiedenen Ländern, die im Kosovo im Einsatz sind, nicht nur vorbildlich gelöst, sondern darüber hinaus die Kampftruppen u. a. durch nächtliche Straßenkontrollen unterstützt, resümierte Keerl. Die Einsatzkräfte, die im Kosovo unter dem Kommando ihres Delmenhorster Kommandeurs Oberstleutnant Horst Hübner standen, hätten „auch im internationalen Rahmen viel Anerkennung gefunden“, so der Befehlshaber.
Hübner sagte, die Bundeswehr könne nur für die fachliche und allgemein militärische Ausbildung sorgen. Der Erfolg des Einsatzes im Kosovo werde in besonderer Weise auch vom Rückhalt in der Familie, der Öffentlichkeit und der Politik getragen. Die Soldaten hätten „aufopferndes Engagement“ gezeigt.
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Die nächsten Einsätze des Logistikbataillons 161 seien bereits befohlen, erklärte Hübner. Dabei gehe es um Einsätze im Kosovo und in Afghanistan, aber auch im Verbund der neuen Nato-Eingreifkräfte NRF. Außerdem muss die Delmenhorster Kaserne auf die Aufnahme weiterer Truppenteile vorbereitet werden.
